Messen sind Innovationsplattformen. Sie bieten zum einen den geeigneten Rahmen, neue Produkte und Technologien zu präsentieren. Zum anderen liefern sie wichtige Hintergrundinformationen zu aktuellen Trends der Branche. Das 3. Kölner Schwimmbad- und Wellnessforum, das die drei Verbände bsw, IAKS und BSB gemeinsam mit der Koelnmesse organisierten, bot den Messesbesuchern die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren.
Der weltweite Trend zu nachhaltigem Bauen ist weiter auf dem Vormarsch und hat in den letzten Jahren große bautechnologische Fortschritte bewirkt. "Green Building" will die Energieeffizienz erhöhen und die Nutzung regenerativer Energiequellen forcieren. Schon in der Planungsphase eines Bauwerkes sollen ökologische und energetische Eigenschaften transparent werden. "Green Building"-Konzepte für energieintensive Gebäude, Sportanlagen und Schwimmbäder beinhalten erstmals auch Lebenszyklusbetrachtungen. Dadurch werden Anschaffungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten vorhersehbar, und sie lassen sich besser planen. Nicht nur Häuser, sondern auch Schwimmbäder wurden mittlerweile nach „Passivhausstandard“, also nach der Formel „Wärmeverluste vermeiden und freie Wärmegewinne optimieren“, konzipiert und sollen in den kommenden Jahren gebaut werden.
Gemeinsam mit den Experten aus Wissenschaft und Praxis konnten die Teilnehmer die Herausforderungen der aktuellen Entwicklung diskutieren und informierten sich über die vielfältigen Möglichkeiten, Sport- und Schwimmstätten ressourceneffizient zu bauen. Anfängliche Mehrkosten bei Planung und Umsetzung amortisieren sich im Betrieb schon nach kurzen Zeitspannen und verhindern spätere Zusatzkosten.
Schwimmen? – Aber Sicher!
In diesem Jahr ist eine neue europäische Sicherheitsnorm für die Betreiber öffentlicher und Hotel-Bäder in Kraft getreten. Die EN 15288 definiert sowohl für die Planung als auch für den Betrieb allgemein zugänglicher Schwimmbäder neue Sicherheitsanforderungen, die ab sofort den „Stand der Technik“ widerspiegeln.
Gemeinsam mit den „Machern“ der Norm konnten die Teilnehmer die neuen Sicherheitsregeln zu erörtern und sich sozusagen aus 1. Hand informieren. Lionello Ambrosi vom europäischen Normungsinstitut CEN und Helmut Ständer vom DIN präsentierten die Ziele und Inhalte des neuen Standards und gaben Tipps, die die neuen Auflagen erfüllen. Überdies berichteten Referenten aus der Praxis über Umsetzungsherausforderungen und – erfolge.
aquanale gratuliert mit einem Sonderevent
1969 baute die Firma Hinke Schwimmbad das weltweit erste kommunale Schwimmbecken aus Edelstahl. Seitdem hat sich das Material Edelstahl im Schwimmbadbau etabliert. Vor allem im kommunalen Bäderbau ist Edelstahl nicht mehr wegzudenken: „Die glatte und feinporige Oberfläche verhindert, dass sich Schmutzpartikel festsetzen. So lassen sich die insbesondere in öffentlichen und viel frequentierten Bädern notwendigen Hygieneanforderungen kinderleicht erfüllen“, so Gerhard Hinke, Betriebsleiter der Unternehmensgruppe Hinke Schwimmbad. „Schwimmbecken aus Edelstahl bestehen überdies durch ihre Korrosionsbeständigkeit, und der metallische Glanz sorgt für eine edle Optik.“
Auch im privaten Pool ist der Werkstoff Edelstahl angekommen. „Hier ist vor allem Zubehör aus Edelstahl gefragt“, so Marc Hölter, Geschäftsführer der G. Eichenwald GmbH & Co. KG, die unter dem Slogan „Ideen in Edelstahl“ eine Vielzahl von „glänzenden“ Produkten anbietet.
Grund genug, dem Werkstoff Edelstahl ein Sonderevent zu widmen. Neben einem historischen Rückblick konnten die Teilnehmer mit den Referenten aus Wissenschaft und Praxis neue Entwicklungen und aktuelle Heraus-forderungen rund um das Material Edelstahl erörtern.