Die Regionale ist ein Strukturprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das im Turnus von zwei Jahren einer jeweils ausgewählten Region die Möglichkeit der Präsentation bietet. Dabei sollen Qualitäten und Eigenheiten der Region herausgearbeitet werden, um Impulse für deren zukünftige Entwicklung zu geben.
Im Jahr 2010 findet die Regionale in der Region Köln/Bonn statt. Sie knüpft an eine Entwicklung an, die im Jahr 2000 mit der Expo Initiative OstWestfalenLippe begann. Es folgten die Euroga 2002plus am mittleren Niederrhein und an der Maas sowie die Regionale links und rechts der Ems im Münsterland im Jahr 2004. 2006 war die Regionale zu Gast im Bergischen Städtedreieck Remscheid, Solingen und Wuppertal. Schauplatz der EuRegionale 2008 ist in diesem Jahr die Grenzregion Aachen mit Belgien und den Niederlanden. Im Jahr 2013 wird die Regionale in der Region Südwestfalen und 2016 im Westmünsterland stattfinden.
Die Regionale 2010 ist der zentrale Anlass für die Region Köln/Bonn, in strukturrelevanten Entwicklungsbereichen eine gemeinsame Perspektive für die Zukunft zu erarbeiten, die weit über das Jahr 2010 hinausreicht. Dieser Prozess erfolgt vor allem „aus der Region heraus“. In diesem Sinne wird es 2010 eine „doppelte“ Leistungsschau der Region geben, die sowohl das Erreichte darstellen als auch einen Ausblick geben wird, wohin die „regionale Reise“ in der Zukunft geht. Diese Perspektive bzw. dieser Zukunftswille der Region spiegelt sich vor Ort in einer klar definierten Anzahl von Projekten wieder. Sie machen den Zukunftswillen der Region Köln/Bonn an konkreten Beispielen sozusagen „vor der eigenen Haustüre“ ablesbar.
Regionale heißt "Zukunft gemeinsam gestalten": Ein Prozess, der zeigt, wie eine Region ihre Zukunft aktiv in die Hand nimmt. Ein wichtiges Prinzip der Regionale 2010 ist es, dabei nicht nur Neues zu wagen, sondern die Innovation auch darin zu sehen, die existierende Vielfalt des Standortes ins rechte Licht zu rücken.
Die rund 60 Projekte der Regionale 2010 haben eine Gemeinsamkeit: Sie sollen die weit vorangeschrittene Zusammenarbeit der Städte Köln, Bonn und Leverkusen sowie der 50 Kommunen, die dem Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch- Bergischen-Kreis, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Rhein-Erft-Kreis angehören weiter verstetigen und die Vernetzungen festigen. Die Regionale 2010 entwickelt sich entlang der konkreten Arbeitsbereiche :stadt, :grün, :rhein, kulturelles erbe, :gärten der technik, :impulse für den standort.
Dabei sind vor allem die raumwirksamen Projekte neben den Aktivitäten zur grundsätzlichen Kooperation und Verständigung die sichtbarsten Zeichen der Regionale 2010. Die Projekte erarbeiten sich ihre Zukunftsfähigkeit – angelegt unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit – im Rahmen von für alle geltenden „Spielregeln“. Dabei spielen Wettbewerbe eine zentrale Rolle: In fast allen räumlichen Vorhaben der Regionale 2010 wurden und werden landschaftsplanerische oder städtebauliche bzw. architektonische Wettbewerbe durchgeführt. Dem liegt das Prinzip zugrunde, dass es niemals nur eine Möglichkeit gibt, Zukunft zu gestalten, sondern mehrere. Erst im Wettstreit vieler guter Ideen wird die „beste Lösung“ für den Ort ermittelt – ein Verfahren, das zwar umfangreich ist, den prominenten Schauplätzen der einzelnen Projekte und den hohen Qualitätsansprüchen jedoch gerecht wird.
Das Basiskriterium für die Behandlung der Projektvorhaben im Rahmen der Regionale 2010 ist nach wie vor die Feststellung der regionalen Bedeutsamkeit bzw. der Nachweis, dass ein Projekt von besonderer struktureller Relevanz für die Region ist. Dieser Ansatz spiegelt sich exemplarisch nachvollziehbar vor allem im Arbeitsbereich Stadt wieder: Hier hat die Region Köln/Bonn sich von Beginn an auf sieben Schwerpunktprojekte beschränkt, die repräsentative Ausschnitte der Situation in den 53 Kommunen abbilden. Möglich ist ein solcher Auswahlprozess allein durch die Fokussierung der Projektvorhaben auf ihre regionale Bedeutsamkeit und auf ihren strukturpolitischen Beitrag für die Zukunft der gesamten Region. Im Arbeitsbereich :grün steht die Verbesserung und Sicherung der vielfältigen und einzigartigen Kulturlandschaft der Region im Vordergrund. Hier wurde mit dem „Masterplan :grün“ das Grundlagenwerk mit einer Wirksamkeit für alle Grünprojekte geschaffen. In diesem Sinne geht die Region Köln/Bonn gemeinsam neue Wege.
In den Jahren 2010 und 2011 münden alle Projekte in eine Gesamtschau – eine Art „Rheinische-Welt-Ausstellung“.
2010 – das klingt zunächst einmal weit entfernt. Doch die Regionale ist gestern und morgen und vor allem heute! 2010 ist nicht mehr – aber auch nicht weniger – als der Zielpunkt, an dem erkennbar wird, wie die Menschen mit ihrer Region umgehen und was von ihr erwartet wird.
Informationen unter:
www.regionale2010.de